Das Unternehmen

Die eigene Arbeitskraft und die volle Unterstützung seiner Ehefrau Martha waren für den dreißigjährigen Willi Strumm das einzige Startkapital, mit dem er 1952 seine Brennholzhandlung gründete. Ein gebrauchter LKW, diverse Äxte und zwei Sägen bildeten die Betriebsausstattung, um die Kunden mit Brennholz zu versorgen. Anstatt mit finanzieller Bonität konnte der Unternehmensgründer mit Fleiß und Zielstrebigkeit die Kreditwürdigkeit seiner Lieferanten gewinnen. Als zuverlässiger Partner für Altholztransporte wurde er von seinen Kunden gleichermaßen geschätzt.

Als die Entsorgungsverantwortung noch bei den einzelnen Gemeinden und Städten lag, bot sich mit dem Entsorgungsauftrag der Stadt Baumholder im Jahr 1969 die Chance, das Unternehmen auf ein zweites Standbein zu stellen. Bei der Vergabe des Hauptentsorgungsvertrages zur Sicherstellung der Abfallentsorgung im Landkreis Birkenfeld wurde die Firma WILLI STRUMM 1973 mit der Entsorgung der Verbandsgemeinden Baumholder und Birkenfeld beauftragt.

Als Familienbetrieb in der Entsorgungswirtschaft stellten sich fortan der Firmeninhaber und sein Schwiegersohn Gerhard Osenbrück den operativen Herausforderungen. Ehefrau Martha Strumm und Tochter Marika Osenbrück organisierten den Bürobereich. Bereits 1975 richtete die Firma Strumm eine kreisweite Erfassung von Altpapier und Altglas ein. Mit der Beauftragung zum Betrieb der Kreismülldeponie 1977 erschlossen sich dem Unternehmen zukunftsorientierte Tätigkeitsfelder mit ständig steigenden Anforderungen.

Mit der Einführung des Dualen Systems vollzog sich 1991 auch der Generationenwechsel im Unternehmen Strumm. Die Eheleute Strumm verabschiedeten sich aus dem Tagesgeschäft. Stattdessen übernahmen Gerhard und Marika Osenbrück die Leitung des Unternehmens. Diplom-Kaufmann Dr. Frank Osenbrück, Enkelsohn des Firmengründers, unterstützte beide mit im nun elterlichen Betrieb.

Im Zuge der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die in den 90er Jahren die Abfallwirtschaft prägten, stellte sich auch die Firma Willi Strumm GmbH den neuen Standards. Die Standorte Baumholder und Reichenbach wurden für eine differenzierte Abfallbehandlung ausgebaut. Mit einer Produktionsstätte für Kunststoffprodukte in Ruschberg, setzte Gerhard Osenbrück  die Abfallverwertung im eigenen Unternehmen in eine Kreislaufwirtschaft direkt um.

Dem Inkrafttreten der TA Siedlungsabfall zum 1. Juni 2005 wurde rechtzeitig im Vorfeld, durch strategische Ausrichtung auf eine breit gefächerte Abfallbehandlung, entsprochen. Durch die Erweiterung der Gewerbeabfallsortieranlage um eine Abfallumladestation konnte man den anstehenden Aufgabenstellungen und insbesondere der Umladung der Restabfälle aus dem Landkreis Birkenfeld bis zum Jahr 2018 gerecht werden.